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Warum ich es liebe, auf einfache Weise ein gesundes, traditionelles Brot zu backen

Prolog

Mein erster Versuch natürlich zu backen – Probieren geht über Studieren

Viele meiner Freunde stellten mir in den letzten Monaten immer die gleichen Fragen: Warum backst du dreimal in der Woche Brot?  Oder, wie schaffst Du es, diese Menge an Broten zu backen, die auch noch total lecker schmecken? Oder, Backen muss doch recht stressig sein, oder? Und so schwierig?  Und überhaupt, wohin mit den vielen Broten?

Nun ja, was sollte ich auf diese Fragenflut antworten: Mein Onkel ist Müllermeister und hat eine Mühle, wäre definitiv zu wenig. Beides stimmt zwar, ich müsste aber unterstreichen, dass er seit einigen Jahrzehnten für regionale HausbäckerInnen Naturbrot-Backmischungen von Hand anfertigt und vertreibt. Diese Tatsache bringt jedoch noch keinen „Youngtimer“, wie mich an den Backofen.

Als Ingenieur ging ich Jahrzehnte meine Wege, abseits von Mühle, Mehl und Naturbroten. Als ich jedoch, durch einen Zufall, Onkel Huberts frische Brotbackmischungen in die Hand bekam, wollte ich mich nun selbst in der Backkunst versuchen. Nachdem ich die ersten beiden Brote aus Onkel Huberts Sortiment in 3 Minuten zubereitet hatte und für 2 Stunden in den Ofen schob, war ich schon verblüfft. So schnell, so einfach geht das also, und alles ohne künstliche Zusatzstoffe. So haben also unsere Großmütter gebacken. Ich musste nur Buttermilch, Rübenkraut, Hefe und Salz zur natürlichen Vollkornmischung hinzufügen und mit einem Holzlöffel vermischen und einfach in die Kastenformen gießen. Ja, sie haben richtig vernommen, meines Onkel Standardgröße reicht für zwei Brote. Regional wird immer im großen Stil gebacken, damit es sich nun mal lohnt. Aber ob diese supraschnellen Brote überhaupt schmecken? Abwarten! Ich blickte ab und zu durch das Ofenfenster, und sah den Teig in der Kastenform stetig weiter aufgehen. In der Küche machte sich ein wohlriechender Duft meines Backkönnens breit. Ich war völlig erstaunt. Nach zwei Stunden nahm ich die Backformen mit den fertigen Brotlaiben heraus. WAHNSINN! schoss es mir durch den Kopf! Dieser Duft, so etwas Gutes hatte ich lange nicht mehr gerochen! Am liebsten hätte ich mir sofort eine Scheibe abgeschnitten, aber der Brotanschnitt musste noch warten. Nach wenigen Stunden war es dann endlich soweit. Premiere: Mein eigenes Brot, natürlich gebacken …… und sooo lecker. Von der Backmischung bis zum gebackenen Brot, Selfmade pur, und ganz ohne chemische Zusatzstoffe. Ich war einfach nur Stolz und glücklich J

Seitdem bin ich ein echter Fan natürlichen Backens, Urgroßmutter lässt grüßen.

 

Hauptteil

Natürliche, überlieferte Zutaten, für Einfache und Schmackhafte Brote!

Um ein leckeres Brot auf einfachem Wege zu backen, benötigt man wahrlich nicht viel.
Gutes Mehl aus der Mühle, Wasser, Hefe, Zucker, Apfelkraut/Honig/Rübenkraut zum Süßen und Salz. Was nicht in die Teigzubereitung gehört, sind künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder moderne, industriell vorgefertigte Backhilfezutaten einfach aus Überzeugung! Ich möchte natürlich backen, genau wissen, was in meinem Brot drin ist. Denn dies ist für mich wahre Kunst, Backen ohne künstliche Helfer! Backprofis zaubern auf diese Weise wahre Wunderwerke. So finde ich es immer wieder interessant und wunderschön, welche Brotkreationen zum Vorschein kommen. Naturbrot-Backmischungen kann man auf vielen Wegen nach eigenem Geschmack ergänzen etc. Probieren Sie es einfach aus. Alles ist erlaubt!

Die traditionellen Brote wie das „Rheinländer“ und das leckere „Dinkelbrot 1899“ sind für Back-Anfänger besonders gut geeignet. Aber auch Profis können von ihnen einfach nicht lassen. Die Backmischungen ähneln sich sehr in der supraschnellen Zubereitung, sind aber grundverschieden im Resultat. Man kann bei beiden nicht viel falsch machen. Sollte mal ein Fehler aufkommen, passiert er beim nächsten Mal nicht mehr. Klassisches Mistake-Proofing.

 

Epilog

Backen kann „spielend“ Freude bereiten!

Die Rezepturen beim traditionellen Backen, kann jeder hier und da nach seinen ganz eigenen Wünschen und Geschmack veredeln. So kann man als Backanfänger mit den ergänzenden Backzutaten spielen. Ersetze ich Rübenkraut durch Apfelkraut oder Honig, oder nehme ich einfach Zucker. Man kann mit der Hefe etwas spielen. Besonders durch diese ersten Versuche ein „eigenes“ Brot zu schaffen, fängt das Ganze an Spaß zu machen. So können z.B. zu in einem Vollkornbrot- oder Schwarzbrotteig zusätzlich noch Nüsse oder Trockenobst hinzugegeben werden. Die HausbäckerInnen freuen sich dann, mit wenigen Zugaben ein eigenes, köstliches Naturbrot gefunden oder „erfunden“ zu haben. Anderes Beispiel erfahrener Backprofis: Einige versierte Kunden wandelten die Rezeptur von einem klassischen Kastenbrot in ein Topfbrot um. Dabei mischen sie zusätzliches Mehl unter den flüssigen Teig, dadurch wurde er leichter knet- und faltbar wird. Nach mehreren Ruhe- und Knet-bzw. Faltphasen kam der Teig im Gärkörbchen nochmals zur Ruhe und wurde dann anschließend im gusseisernen Topf gebacken. Noch erfahrene Kunden ersetzen einfach die Hefe durch einen Sauerteig, wie z.B. das Lievito Madre! Alles ist möglich!

So kann ich als Hobbymaler gut und fest behaupten: Natürliches Brot zu backen ist wie Kunst. Nur das Ergebnis ist viel schneller sichtbar und schmeckbar. Sie bestimmen, wie das Brot schmecken soll.  Als Anfänger folgt man einfach der simplen Anleitung. Als Profi kreiert man ganz seinen eigenen Brotgeschmack.

Zudem möchte ich noch erwähnen, Backen kann auf Supra-Küchenmaschinen der Backprofis, genauso lecker gelingen wie mit den klassischen Küchenutensilien wie Holzlöffel, Rührschüssel und Kastenform. Aller Anfang ist klein, aber lecker!

 

Autor: Herri Nolten

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